
Der Barockstil: Die Pracht der Malerei und ihre Meister
Der Barockstil: Die Pracht der Malerei und ihre Meister
Im Allgemeinen war die Barockmalerei ein Spiegelbild der tiefgreifenden politischen und kulturellen Veränderungen, die in Europa aufkamen.
Sie fiel, grob gesagt, mit dem 17. Jahrhundert zusammen; doch in einigen Regionen – besonders in Deutschland – entfaltete sich ihre volle Wirkung erst im 18. Jahrhundert.
Obwohl der Begriff eine verwirrende Vielfalt an Stilen umfasste, zeichnete er sich meist durch zwei Dinge aus: ein Gespür für Grandezza (oder sinnliche Opulenz) sowie einen offensichtlichen emotionalen Gehalt.
Mittels dieser zwei Elemente strebten Barockmaler danach, beim Betrachter emotionale Zustände hervorzurufen. Sie sprachen die Sinne an, oft auf dramatische Weise.
Warum nur zogen sie die Betrachter auf diese Weise in ihren Bann?
Weil das Leben im Europa des 17. Jahrhunderts plötzlich zu einem Wettstreit zweier mächtiger Kräfte wurde.
Die Technik des Chiaroscuro ist ein weithin bekanntes Merkmal der Barockkunst.
Diese Technik beschreibt das Wechselspiel von Licht und Schatten. Sie fand häufig Anwendung in schwach beleuchteten Szenen, um eine dramatische, kontrastreiche Stimmung zu erzeugen.
Caravaggio gilt als Wegbereiter dieser Strömung. Er ist berühmt für Werke, die durch die dramatische, ja berüchtigte Inszenierung seiner Figuren bestechen.
Licht: das prägende Kennzeichen der Barockmalerei
Natürlich war die Malerei nicht auf die Wände von Gebäuden beschränkt.
Es gab auch, und das ist besonders wichtig, eine reiche Tradition der Leinwandmalerei. Ähnlich wie in der Architektur zeigten die Merkmale der verschiedenen nationalen Schulen dabei erhebliche Unterschiede.
Doch eines einte sie alle: die genaue Beobachtung des Lichts und seiner Wirkung.
Trotz tiefgreifender Unterschiede zwischen den Werken diverser Künstler der Barockzeit – Unterschiede, die so markant waren, dass viele Kunstkritiker ihre Schöpfungen nicht unter einem gemeinsamen Adjektiv zusammenfassen wollen – blieb eines allen gemein: der thematische Einsatz von Licht und Schatten. Dieser prägte jedes bedeutende Werk, war, mehr oder weniger, allgegenwärtig. Tatsächlich bildete er das zentrale Kennzeichen und das vereinigende Bildmotiv der Ära.
Die bedeutendsten Maler: Peter Paul Rubens, Diego Velázquez, Johannes Vermeer , Rembrandt van Rijn und Georges de La Tour
- Peter Paul Rubens
Der heilige Georg und der Drache – Die Legende besagt: Der heilige Georg tötete den Drachen, der das Volk von Silene terrorisierte, und rettete dabei eine Prinzessin in Not.
Auf diesem Gemälde reitet der christliche Held auf einem weißen Pferd. Mit seinem Schwert kämpft er gegen das Ungeheuer, das vergeblich versucht, sich von der Lanze in seinen Kiefern zu befreien.
Dahinter, zur Seite, steht die Prinzessin mit einem Lamm; sie blickt erleichtert auf das Geschehen.
2. Diego Velázquez – Klicken Sie hier und erfahren Sie mehr über "Las Meninas".
3. Johannes Vermeer – Klicken Sie hier und erfahren Sie mehr über Das Mädchen mit dem Perlenohrring
4 – Die Nachtwache. Klicken Sie hier und erfahren Sie mehr über Rembrandts Meisterwerk.
5. Die Anbetung der Hirten. Georges de La Tour. um 1645
Besonders hervorheben möchten wir die italienische Künstlerin Artemisia Gentileschi. Sie gilt als bemerkenswerte Ausnahme in der Kunstgeschichte: Eine Frau, die in einer von Männern dominierten Ära erfolgreich malte.
SKULPTUR
Um den weiteren Verlauf dieser Reise zu verfolgen, lesen Sie unseren nächsten Artikel: Der Barockstil: Skulptur, Architektur und das Erbe in Brasilien.









