
Maurits Cornelis Escher: Ästhetik, Techniken und visionäre Werke (Teil 1)
Maurits Cornelis Escher: Ästhetik, Techniken und visionäre Werke (Teil 1)
Escher und sein Werk – Kunst im Fokus
Maurits Cornelis Escher, zweifellos einer der fesselndsten Künstler der modernen Kunstgeschichte, ist weithin bekannt für seine atemberaubenden Holzschnitte und seine meisterhaften optischen Illusionen.
Sein künstlerisches Schaffen erstreckte sich über fünf Jahrzehnte. In dieser Zeit gelang es ihm, ein Oeuvre zu schaffen, das bis heute verblüfft und inspiriert.
Techniken und Einflüsse
Die Ästhetik in Eschers Werken ist makellos, ja meisterhaft, und entfaltet sich primär durch drei ganz besondere Techniken: Holzschnitt, Lithografie und den Halbton.
Aus Matrizen gewonnen, die quasi als Stempel für spezielle Papiere und Stoffe fungieren, bilden Holz- und Lithografien den Löwenanteil seines künstlerischen Nachlasses.

Obwohl von Escher nur spärlich genutzt, fesselte ihn die Halbtonmethode zutiefst. Sie erzeugt durch Punkte unterschiedlicher Größen die Illusion von Zwischentönen und ermöglicht so sanfte Farbverläufe in den Bildern.

Die Lithografie, eine von ihm häufig angewandte Technik, ist ein Druckverfahren. Dabei wird das gewünschte Bild mit fetthaltigen Materialien – wie speziellen Stiften, Kreiden oder Tuschen – auf eine besondere Kalksteinplatte gezeichnet, bekannt als „lithografischer Stein“.
Turmbau zu Babel – In diesem Holzschnitt visualisiert Escher die Babylonier beim Bau des Turms, um Gott zu erreichen. Bezug nimmt er auf Genesis 11:9. Escher stellt den Turm als geometrische Struktur dar und wählt einen Blickwinkel von oben. Das fordert den Betrachter förmlich heraus, die angewandte Perspektive zu erfassen und sich in ihr zu üben.

Tag und Nacht – Rechteckige, graue Felder steigen empor. Sie verwandeln sich in Silhouetten weißer und schwarzer Vögel, in einem scheinbar endlosen Zyklus. Dies ist eine jener tiefsinnigen Reflexionen, die Escher in diesem Holzschnitt, Teil seiner Serie Metamorphose, verarbeitet hat.

Vogel-Fisch – Ab 1938 entwickelte Escher eine Reihe von Holzschnitten zu diesem wiederkehrenden Thema. Hier fügen sich Fische und Vögel nahtlos ineinander, wie die Teile eines komplexen Puzzlespiels.

Eidechsen Nr. 56 (Lizards) – Escher war ein wahrer Meister darin, polygonale Mosaike in nicht-polygonale Kunstwerke zu verwandeln. Ehe man die Schieberegler bewegt: Wie lässt sich eine Eidechse in die Position eines Nachbarn verschieben? Welche Form nimmt das einzelne Element an?

Um den weiteren Verlauf dieser faszinierenden Reise zu verstehen, lesen Sie unseren nächsten Artikel: Maurits Cornelis Escher: Ikonische Werke, Galerie und das Erbe der Illusionen (Teil 2).









